Es gibt kein strengeres Leben als das des Ritters, wenn es nach seiner wahren Einrichtung geführt wird. Denn die christliche Ritterschaft wurde nicht für weltlichen Besitz und Gewinnlust gestiftet, sondern um die Wahrheit zu stärken und den Glauben zu verbreiten. Die Ritter, die früher Waffen trugen, waren bereit, ihr Leben für die Gerechtigkeit hinzugeben und ihr Blut für den heiligen Glauben zu vergießen, den Bedürftigen zu Gerechtigkeit zu verhelfen und die Bösen zu unterdrücken und zu demütigen. Aber jetzt sind sie verkehrt. Sie sind nämlich stolz auf ihre schönen Körper, sie verlangen nach Reichtum, sie sind von Lüsternheit erfüllt, und deshalb sollen die Leiber, auf die sie stolz sind, von Schwert, Speer und Axt getötet werden. Und daher ermahne ich sie, dass sie meine Barmherzigkeit suchen, damit sie nicht von meiner Gerechtigkeit getroffen werden, die fest ist wie ein Berg, brennend wie ein Feuer, gefährlich wie der Donner und schnell wie ein Bogen, der den Pfeil abschießt.“