Die Hölle brennt so heiß, dass – wenn die ganze Welt mit allem, was darin ist, brennen würde, so wäre sie doch nicht damit zu vergleichen. Da beginnen und enden alle ihre Rede mit „Weh!“ Die Finsternis darum herum heißt Limbus. Beide sind sie aber eine einzige Hölle, und der, der dort hineinkommt, kann niemals bei Gott wohnen.

Oberhalb dieses Dunkels herrscht die schwerste Pein des Fegefeuers, das die Seelen ertragen können. Die Seelen werden da der Berührung mit den Teufeln ausgesetzt und – um im Gleichnis zu sprechen – mit giftigen Reptilien und wilden Raubtieren. Dort herrscht Hitze und Kälte, dort ist Dunkelheit und Qual, und all dies rührt von der Pein in der Hölle her. Außerhalb des Platzes gibt es einen anderen Platz, wo eine geringere Pein herrscht, die nichts anderes ist, als eine Entkräftung beim Aufhören einer Krankheit.

Es gibt noch einen dritten und höheren Platz, wo es keine andere Plage gibt als die Sehnsucht, in Gottes Nähe und zu seinem Seligmachenden Anblick zu gelangen. Die Seelen, die sich an diesen drei Stellen aufhalten, nehmen Teil an den Gebeten der Kirche und den guten Taten, die auf der Welt getan werden, besonders von ihren Freunden.